Definitionen

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Normfarbwerte und Weissbezug
Bei der Farbmessung setzt die Ermittlung der Normfarbwerte aus gemessenen Reflexionen und Emissionen genormte Bedingungen voraus. Die meisten davon werden vom Gerätehersteller festgelegt oder so umgesetzt, dass sich der Benutzer darum nicht kümmern muss.

Bei der Messung von Körperfarben als Simulation des menschlichen Auges sind drei Grössen variabel:

1. Der Weissbezug
2. Die Lichtart
3. Der Beobachter

Im Normalfall werden die farbmetrischen Werte auf ein «Absolutweiss» bezogen. Die Eichung erfolgt auf den Eichstandard  des jeweiligen Messgerätes, welches auf ein theoretisches Absolutweiss geeicht ist. Im Gegensatz zur Densitometrie wird die Messung nur in Sonderfällen auf das Papier bezogen.

Normlichtarten
Ohne Licht gibt es keine Farbe.  Das bedeutet aber auch, dass die Lichtquelle mitbestimmt, wie wir Farben wahrnehmen. Die Farbe des Lichtes wird durch seine spektrale Zusammensetzung festgelegt.

Bei natürlichem Sonnenlicht wird die spektrale Zusammensetzung durch das Wetter sowie die Jahres- und Tageszeit beeinflusst. Fotografen zum Beispiel warten oft lange, bis die Lichtverhältnisse ihren Vorstellungen entsprechen.

Bei künstlichem Lampenlicht gibt es ebenfalls Unterschiede in der spektralen Zusammensetzung. Einige Lampen strahlen rötliches Licht ab, während andere eher grünlich oder bläulich leuchten.

Entsprechend der Lichtverhältnisse verändert sich die spektrale Reflexion und damit auch die Farbempfindung. Die Normfarbwerte müssen sich daher auf Normlicht beziehen.

Bei der Normung wurden die Strahlungsverteilung (Intensität) für verschiedene Lichtarten im Bereich von 400 bis 700 nm mit Abständen von 5 nm festgelegt.

Genormte Lichtarten sind:
A, C, D50, D65.