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Hop in!

6 Min.

Vor ein paar Wochen habe ich MailTime vorgestellt und war von dem Konzept begeistert. Meine grössten Kritikpunkte waren, dass sie nur einen Account (GMail) unterstützen und die App nicht sehr schön und instabil war. Von dem Konzept angetan habe ich weiter recherchiert und eine App gefunden, die das Konzept von MailTime ebenfalls verinnerlicht hat (wer zu erst war, weiss ich nicht) und dabei (fast) alles richtig macht.

Hop nennt sich die App, die E-Mail-Nachrichten in übersichtliche und schöne Konversationen à la WhatsApp verwandelt. Ich habe die App angetestet und mich ernsthaft verliebt. E-Mails haben schon lange nicht mehr so viel Spass gemacht.

Was Hop kann

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Hop verwandelt langweilige E-Mails in knackige Konversationen WhatsApp-Stil. Dabei gliedert es die Mails in zwei Kategorien: unter «Chats» findet man seine aktiven Konversationen und unter «Incoming» die Mails, die frisch empfangen wurden, man aber noch nicht darauf geantwortet hat. Sobald man eine Mail beantwortet, verschiebt sie sich in «Chats».

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Hop hilft einem, im Gewirr von E-Mails die richtigen Dinge einfacher zu finden. Anhänge werden in den Kategorien «Media» und «Documents» abgelegt, sodass man alle Anhänge im Überblick hat und nicht Dutzende E-Mails durchsuchen muss.

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Hop erlaubt es auch Chatgruppen zu erstellen, in denen sich die zugefügten Mitglieder austauschen können. Dafür müssen sie nicht einmal die App installiert haben. Es reicht eine E-Mail-Adresse, von der aus sie ihre Inputs an die Gruppe senden können. Wer kein Hop hat, kann über einen Link im Browser die Konversation in der Gruppe mitverfolgen.

Hop ermöglicht es allen am Geschehen teilzunehmen, ohne zwingend die App installiert zu haben oder sich irgendwo zu registrieren. Es ist ja schlicht und einfach E-Mail einfach ohne die altbackenen Betreff-Zeilen oder das Ganze «Sehr geehrte …». Daher auch der Name. Everyone can hop in a Conversation as long as they own a valid Mail (jeder kann in eine Konversation einsteigen, solange er eine gültige E-Mail-Adresse besitzt).

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Hop unterstützt momentan multiple GMail-Accounts, AOL, Yahoo und iCloud. An der Integration von GMX wird gearbeitet. Darüber hinaus kann man mit Hop seine Dropbox und mehrere Google Drives verknüpfen und direkt aus diesen Clouddiensten Dateien seinen Mails beifügen. Die App hat auch eine Doodle-Funktion integriert, womit man kleine Zeichnungen und Skizzen erstellen und direkt den Nachrichten beifügen kann.

Was Hop nicht kann

Im Moment unterstützt Hop keine IMAP/POP3-Accounts, was bedeutet, dass man seine persönlichen E-Mail-Adressen (noch) nicht integrieren kann. Auf Anfrage haben sie mir aber bestätigt, dass sie daran arbeiten und IMAP-Support demnächst integriert wird. Auf POP3 wird verzichtet, da es schlicht ein veralteter Standard ist.

Es lassen sich auch keine neuen Kontakte direkt aus Hop erstellen oder ich habe es noch nicht gefunden.

Das Hop look-and-feel ist top

Hop sieht umwerfend gut aus was sich auch auf die Bedienung auswirkt. Gutes Design ist nicht nur wichtig, damit man Freude hat, die App jeden Tag zu starten, sondern es trägt auch dazu bei, dass das Ganze übersichtlich und gut erfassbar wird.

Hop ist sehr intuitiv bedienbar und nutzt die Wischgesten des Smartphones gut aus. Durch Wischen von rechts nach links werden weitere Optionen angezeigt, und wenn man wischt und bei einem Symbol hält, wird dieses angewählt. Tippt man länger auf eine Nachricht, wird diese als ungelesen markiert, und wenn man länger auf das Chat- oder Income-Symbol tippt, werden einem nur die ungelesenen Nachrichten im Posteingang angezeigt.

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Tippt man in einer Konversation auf das Symbol in der rechten oberen Ecke, bekommt man weitere Einstellungen. Man kann die Konversation löschen, archivieren oder die darin enthaltenen Medien anschauen. Man kann eine individuelle Benachrichtigung und das Farbschema für den Chat angeben. Unter «People» sieht man, wer alles an der Konversation beteiligt ist und wenn man jemandem eine separate Nachricht zukommen lassen will, kann man sie einfach auswählen.

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Hop ist Instant

Die App behandelt nicht nur E-Mails als ob es Instant Messeges wären, sondern sie ist auch ein instant Messenger. Von Hop zu Hop wird Mail übergangen und direkt kommuniziert. Instant halt.

Was bringt die Zukunft?

In Zukunft arbeiten sie an IMAP- und GMX-Integration sowie an einer Web- und Desktop-App. Wenn diese Punkte erfüllt sind, ist Hop nahezu perfekt. Ich auf jeden Fall bin ein Hopper und wer E-Mails auch eher öde und lästig findet, der sollte sich die App definitiv genauer ansehen. Bei Fragen und Unklarheiten helfe ich gerne weiter ansonsten kann ich nur eines sagen: hop in and enjoy!

Hop ist im Moment für iPhone und iPad erhältlich. Android-Nutzer können sich aber hier für eine Alpha-Test-Phase anmelden. Alle Infos und den Download findet ihr unter gethop.com