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Neu in InDesign CC (2014)

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Vor Kurzem hat Adobe eine komplett neue CC-Installation ausgerollt. Nebst der Creativ Cloud haben wir nun auch Creativ Cloud 2014-Applikationen auf unserem Rechner. Jeder der bei der Einführung der Creativ Cloud darauf gehofft hat, dass der Versionen-Salat endlich ein Ende nimmt, dürfte somit unschön auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden sein. Leider scheint Adobe uns nicht vor diesem Chaos bewahren zu wollen, sondern wird jährlich eine solche Neuinstallation anbieten.

Über Sinn und Unsinn dieses Vorgehens wird in naher Zukunft sicher heftig in der Community diskutiert werden. Nichtsdestotrotz bringt die Version 2014 nebst den obligaten Codebereinigungen ein paar nützliche, teils überfällige, Features mit sich. Drei davon stelle ich hier kurz vor.

cc2014

 

1. Tabellen
Wollte man früher eine Tabellen-Zeile oder -Spalte innerhalb der Tabelle verschieben, so war das bis InDesign CC eine Copy/Paste-Arbeit sprich reine Fleissarbeit. Diese konnte schnell mühsam werden, wenn man einige dieser Umstellungen vornehmen musste.

In InDesign CC 2014 hat nun Adobe die längst überfällige Drag & Drop-Funktion eingebaut. Damit lassen sich Zeilen und Spalten ganz leicht innerhalb der Tabelle verschieben und wir müssen uns «nur» noch um allfällige Farbanpassungen usw. kümmern.

 

2. Farbgruppen
Was wir alle schon aus den Absatz- und Zeichenformaten kennen, wird nun auch (endlich) auf die Farbpalette übertragen. Ab InDesign CC 2014 können wir Farbgruppen erstellen und so unsere Farben sauber in der Palette ordnen.

 

3. EPUB3-Standard
Bis anhin konnten wir aus dem InDesign ein EPUB lediglich als Text exportieren. Dieser Text passte sich dann problemlos an die Grösse des Ausgabemediums an sprich je nach dem, ob ich das eBook auf einem Reader, dem iPhone oder iPad anschaue, wurde der Text neu umbrochen. Für textintensive Publikationen wie zum Beispiel Bücher ist das genial. Wenn ich aber ein schönes Layout dazu habe, wurde das mit komplett zerschossen oder gar nicht erst mitexportiert.

InDesign CC 2014 unterstützt nun den neuen EPUB3-Standard, der es mir erlaubt, mein Layout inklusive allen Interaktionen (Hyperlinks, Edge-Animationen usw.) ins eBook zu transportieren. Gerade wenn ich ein schönes Layout habe und meiner Publikation durch Interaktionen einen Mehrwert verpassen will, macht EPUB3 Spass.

InDesign unterscheidet beim Export zwischen dem bisherigen Standard EPUB (Umfließbar) und dem neuen Standard EPUB (Festes Layout).

03_epub3_menu

Wie sich das Layout nun bei verschiedenen Displaygrössen verhält, kann ich nicht aus Erfahrung sagen. Da das Ganze für mich aber nach einem aufgepimpten PDF aussieht, bin ich mir nicht sicher, wie leserfreundlich so etwas zum Beispiel auf einem iPhone ist. Zugegeben liest man solche Dinge selten auf einem iPhone aber in der problemlosen Darstellung von Text liegt halt die Stärke vom gängigen EPUB-Format.

 

Positiv fällt auch auf, dass Adobe automatisch die Workspaces und die Tastenkürzel von CC zu CC 2014 migriert. Somit kann man nach dem ersten Mal Starten direkt im gewohnten Umfeld loslegen.