OpenType-Fonts

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Das sagt Wikipedia:

OpenType ist ein ursprünglich von Microsoft, später gemeinsam mit Adobe entwickeltes Konzept für Fonts mit einem dafür eigens erarbeiteten Fontformat. Es wurde 1996 veröffentlicht und ab 2000 wurde eine größere Anzahl OpenType-Schriften auf den Markt gebracht.

Anders als PostScript-Schriften bestehen OT-Fonts immer nur aus einer Font-Datei. Wie TrueType unterstützt auch OpenType die Adressierung der einzelnen Zeichen eines Fonts über die Unicode-Tabellen. Die für traditionelle PostScript-Fonts geltende Grenze von 256 adressierbaren Zeichen pro Font wird so überwunden.

Die Unterschneidung der Buchstaben (Kerning) basiert auf Zeichenklassen, verwandte Zeichen wie ä. á, à usw. werden zusammengefasst. Damit ergeben sich für Fonts mit vielen ähnlich zu behandelnden Zeichen grosse Einsparungen an Speicherplatzbedarf.

In OT-Fonts können die typografischen Ausdrucksmöglichkeiten einer Schrift besser abgebildet werden, z. B. sprachspezifische Ligaturen oder dynamischer Zeichenaustausch. Dies wird über so genannte OpenType-Features realisiert.

Basierend auf Unicode kann eine OpenType-Schrift bis zu 65.535 Glyphen enthalten. Das erlaubt eine optimale Sprachunterstützung und gibt Raum für erweiterte typografische Features wie Ligaturen, Ziffernstile, Brüche, stilistische Alternativen, Zierbuchstaben (Swashes), Small Caps, Ornamente, Bordüren usw. Alle diese Extras können in einer statt in vielen Dateien enthalten sein.

OpenType ist die beste Wahl für Grafikdesigner, die mit neueren Versionen von Adobe CS und QuarkXPress arbeiten. Oft sind sie auch für Büroanwender geeignet, die plattformübergreifend arbeiten und ein leichtes Schriftenmanagement brauchen (z. B. Schriftwechsel per Stilbefehl). Und OpenType ist für alle ideal, die mit mehreren Sprachen umgehen und z. B. griechische oder kyrillische Buchstaben nutzen.