PDF/X

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PDF/X: Der sichere Druckerstandard

PDF/X ist keine Alternative zu PDF, es ist ein fokussiertes Subset, das speziell für zuverlässigen Datenaustausch für die Druckvorstufe entwickelt wurde.
Es ist ein Applikationsstandard und ein Datenformatstandard. Mit anderen Worten, es definiert, wie sich Applikationen, die PDF/X-Dateien schaffen und lesen, zu verhalten haben.

Zwei PDF/X Standards

PDF/X vereint die beiden Standards PDF/X-1a (2001 und 2003) und PDF/X-4 (nur noch 2010). X-1a ist der konservativere Standard und erlaubt «lediglich» CMYK und Sonderfarben (Pantone). Im X-a werden keine nativen Transparenzen verwendet. Das heisst: Schlagschatten, Transparente Flächen oder auch multiplizierende Flächen werden zu einem Pixelbild verrechnet.

X-4 erlaubt zusätzlich native Transparenzen und RGB oder LAB im Druckfile. PDF/X-3 ist kein ISO-Standard mehr und sollte nicht mehr verwendet werden. Da Adobe ihn aber immer noch zur Verfügung stellt, wird X-3 leider immer noch verwendet.

 

Beispiel PDF/X-1a
X-1a flatted die Daten. Dass heisst, sie werden auf eine Pixelebene verrechnet und in einzelne Slices zerlegt. Im oberen Bild sieht man diese Aufteilung seht gut.

Beispiel PDF/X-4
X-4 verrechnet die Transparenten (Schlagschatten, multiplizierte Flächen usw.) nicht. Sie bleiben «live» und zerstückeln das PDF nicht.

Wie verwende ich die PDF/X Standards richtig?

Beim Thema PDF/X herrscht Unsicherheit. Oft wird dann stur nur eine Version verwendet, obwohl beide Versionen ihre Berechtigung haben. X-1a ist die konservative Wahl und wird vor allem dann verwendet, wenn man den Drucker und sein RIP nicht kennt. Mit dem X-1a-Standard hat man das PDF unter Kontrolle. Das flatten kann zu Qualitätsverlust führen, hat man es jedoch einer Endkontrolle unterzogen, kann es kaum noch zu unschönen Überraschungen führen.

Da das PDF/X-4 RGB und LAB zulässt und man bewusst auf «early binding» oder «intermediate binding» verzichten kann, muss man zwingend wissen, was für ein RIP der Drucker verwendet und ob er native X-4 verarbeiten kann. Ist das gegeben kann man eine «In-RIP-Separation» ein sogenanntes «late binding» vornehmen. So übergibt man die Verantwortung für Farbe und Endkontrolle an den Drucker. Davor fürchten sich aber die meisten Druckereien.

In der Schweiz wurde das Ganze durch pdfx-ready standardisiert.


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